2015, Abschlussausstellung Kulturagentenprogramm: Ausstellungsbeteiligung an der Ausstellung "Picasso ist gut, aber ich bin besser" 21.06-05.07.2015


»Picasso ist gut, aber ich bin besser« In Schule Gesellschaft verändern. Eine Ausstellung.


In großem Maßstab hat das vierjährige Modellprogramm »Kulturagenten für kreative Schulen« einmal mehr das Verhältnis von ›Kunst‹ und ›Schule‹ in den Fokus gerückt. Anlässlich des Programmabschlusses zeigt die Ausstellung eine exemplarische Auswahl an Arbeiten aus Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen.

Die Ausstellung nähert sich der komplexen Spannung zwischen kunsthaftem Eigensinn und schulischem Regelwerk, indem sie den prozesshaften und kollektiven Charakter der Zusammenarbeit von Schulen und Kulturinstitutionen, Kulturproduzenten und Lehrer, Schüler und Künstler hervorhebt. Anliegen ist es, ein Mehr an öffentlicher Aufmerksamkeit für die Schnittstelle von Kunst und Bildung und die gesellschaftlich relevanten Einsätze von Künstlerinnen und allen anderen Akteurinnen in der Schule zu erzeugen.

Zu sehen waren Arbeiten aus Projekten von:

- Wolfgang Allinger, Judith Denkberg de Gvirtz*, Thorsten Keller, Maike Kreichgauer, Lehrer_innen und Schüler_innen. Waldschule Mannheim

- Silke Ballath, Daria Kornysheva, Lehrer_innen und Schüler_innen, Hendrik Scheel, Anja Scheffer. Refik-Veseli-Schule Berlin

Unser Beitrag "2 Schritte vor, 1 Schritt zurück - Der steinige Weg zum Theaterprofil" umfasste die Darstellung eines Organigramms aller an der Entwicklung und Durchführung beteiligten Akteur_innen des Theaterprofils der Refik-Veseli-Schule. Einer Filmdokumentation aus dem Pilottheaterprojekt: "Warum ist es so schwer über Liebe zu sprechen?", sowie einem fikitven Chat, der im Rahmen der Entwicklung eines Textes für die Abschlusspublikation des Programms "Kulturagenten für kreative Schulen" 2015 konzeptionell zwischen Anja Scheffer und Silke Ballath entstand. 

Entlang der Frage: "Warum liegt der Film in der Schublade?" wurde aus den Antworten unterschiedlicher beteiligter Akteur_innen (der Schulleitung, dem Kulturbeauftragter, den Künstler_innen, der Kulturagentin, einigen Schüler_innen, den Sozialarbeiter_innen u.a.) von Anja Scheffer der fiktive Chat in eine dramaturgische Reihenfolge gebracht. Dieser Chat wurde für die Ausstellung von Schüler_innen der Refik-Veseli-Schule gelesen und vertont. Sie übernahmen die Stimmen von Lehrer_innen, Künstler_innen u.a.
Der dramaturgische Eingriff, eine Reihenfolge in die Antworten der Akteur_innen zu bringen, führte entlang der Fragestellung zu einer kritischen Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Bedingungen der Entwicklung eines kulturellen Schulprofils. Die Leser_innenstimmen der Schüler_innen gaben dieser Auseinandersetzung eine weitere kritische Drehung und hinterließ die Rezipient_innen, die Zuhörer_innen, die Akteur_innen aus Schule und Kunst mit der Frage: Wer spricht hier eigentlich über wen? Welche Machtgefüge wirken in Schule und wie können sie in künstlerischen Prozessen sichtbar werden? Und wie (kann)/wird mit dem Anspruch nach Partizipation aller beteiligten Aketeur_innen aus der Schule und der Kunst eigentlich umgegangen/(werden)?

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