Ich sehe was, was du nicht siehst/Wissen handelnd erleben

Projektzeitraum: 13.02.2012 - 18.06.2012


Zur Dokumentation


Einleitung

Projektzusammenfassung

"Ich sehe was, was Du nicht siehst | Wissen handelnd erleben" hat während des 2. Schulhalbjahres 2011/12 fünf Projekte an der ISS Skalitzer Str. im Rahmen des Ganztages dokumentiert. Aus dem Dokumentationsprozess und der Beschäftigung mit Improvisationstheater, Moderations-, Film- und Interviewtechniken u.a. haben die teilnehmenden Jugendlichen mit Anja Scheffer (Regisseurin/Schauspielerin) eine Liveshow, TV SKA36 entwickelt. Die Liveshow wurde während zwei Tagen allen 7. und 8. Klassen präsentiert. Im Ethikraum der Schule wurde eine Installation aufgebaut, mit einem Display pro dokumentiertem Projekt. Die gemachten Interviews und Filmsequenzen wurden zusammengeschnitten. Die Installation war gleichzeitig Zuschauerraum, Bühne und Ausstellungsdisplay. Die Schüler moderierten die Show und bedienten die Technik nach einem selbst entwickelten Ablaufplan. Einerseits stellten sie die Projekte (Texte, Fotos, kleine Modelle u.a.) vor, andererseits wurden kurze Filmsequenzen oder Interviews pro Projekt eingespielt, die an eine große Leinwand projiziert wurden. Die dadurch entstehende Dynamik ermöglichte den Jugendlichen viel Spielraum für Improvisation. Am Ende bezogen sie ihre MitschülerInnen in ein Fragenspiel ein: sie forderten die Zuschauer auf mit „ja“- oder „nein“-Karten zu beantworten, ob sie lieber Projekte im Bereich Theater, Musik, Internet, Tanz, Buch, Film etc. machen wollten. Dadurch entstand eine grobe Einschätzung darüber, in welchen Bereichen ihr Interesse für kulturelle Projektarbeit lag.

Was ist dokumentieren?

Zu Beginn des Projekts haben wir uns mit dem Thema Dokumentation allgemein befasst. Was kann alles dokumentieren sein? Wir haben verschiedene Dokus betrachtet (Dokufilm, Ausstellungsmaterial, Comicdoku über Johnny Cash, Audiobeiträge...). Wir haben uns mit dem Thema Interview befasst, uns gegenseitig interviewt und dabei kennen gelernt, gefilmt, und Fragenkataloge erstellt.

Wir haben uns mit dem Thema Live-Doku befasst, wobei ein „Fernsehformat“ entstanden ist, eine Live-Show mit dem Namen TV SKA 36.

Wir haben mit den Mitteln der Theaterimprovisation gelernt, uns live zu präsentieren und auch das Moderieren geübt.

Im nächsten Schritt haben wir alle Projekte an der Schule, die wir kennen oder von welchen wir gehört haben, zusammen getragen und uns diejenigen ausgewählt, die für uns alle im Konsens am interessantesten erschienen, um sie im weiteren Verlauf zu dokumentieren.


                  



Projektauswahl

1) Das erste Projekt, das wir uns schließlich angesehen haben war „Alles rund ums Buch“. Wir haben unsere Fragen zusammengetragen und Interviews mit der Lehrerin und mit den SchülerInnen vorbereitet. Dann ging es los in die Buchgruppe mit Kamera, Projektheften mit den Fragen, sowie einem Fotoapparat. Eine Gruppe hat die Projektergebnisse fotografiert (selbst gestaltete Bücher, Schriften...), eine hat SchülerInnen interviewt, die aber nicht gefilmt werden wollten, sodass wir nur die Audiospur nutzen können. Die Lehrerin wurde auch interviewt.

2) In mehreren Etappen haben wir uns dem Stadtführungsprojekt gewidmet. Wir haben mit Sarah Waltermann ein Interview und Fotos gemacht. Wir haben im Kino Eiszeit die  Premiere des Dokumentarfilms über das Projekt besucht und dort den Trainer des Projekts als auch den Regisseur des Films interviewt. Einige Zeit später haben wir selbst an einer Stadtführung teilgenommen gemeinsam mit einer Schülergruppe aus Neuss. Wir haben die Führung gefilmt und fotografiert, den Lehrer und die SchülerInnen sowie unsere Stadtführer interviewt. Anschließend gab es einen regen Austausch zwischen allen SchülerInnen beim gemeinsamen Mittagessen.

3) Das Radioprojekt hat uns in 2 Etappen „besucht“, so dass wir einen Schüler und den Leiter der AG Peter Winkels interviewen durften, aber auch im Vorfeld die Kulturagentin Silke Ballath die uns aufschlussreiche Infos dazu geben konnte.

4) Und auch die Medien AG kam zu uns mit einem ehemaligen Teilnehmer und der Leiterin Katharina La Henges, beide durften wir befragen, fotografieren, filmen.

5) Die ganze Projektzeit über haben wir auch uns selbst dokumentiert mit Film und Foto bei der Arbeit.

Auswertung

Das entstandene Material wurde von uns gesichtet, wir haben es reflektiert und ausgewertet und haben entlang unserer Auswertung begonnen eine Präsentationsform zu entwerfen. Wir stellten uns z. B. die Frage: Welche Räume könnten geeignet sein für uns? Wie könnten wir sie nutzen?

Wir haben Raumskizzen gezeichnet und uns überlegt, wie die abschließende Präsentation aussehen könnte und dann ein Modell von dem Raum gebaut um eine plastische Vorstellung von den Raumverhältnissen zu bekommen.

Präsentation

In einer abschließenden Projektwoche haben wir den Ethik-Raum an der Schule bespielt und dort unsere Liveshow TV SKA 36 an zwei Tagen präsentiert. Auf mehreren „Projektinseln“, die die Zuschauer besuchen konnten, konnte man Filmsequenzen, Fotos und Originalmaterial aus den Projekten sehen, wie z. B. Bücher, Filme, Audiomaterial.

 
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